Anregung zur KI Thematik: Mehr Pausen zwischen Aktionen, Rückwärts fahren, Kollission erkennen

  • Anregung zur KI Thematik: Mehr Pausen zwischen Aktionen, Rückwärts fahren, Kollission erkennen

    Hallo zusammen,

    über die KI kann man ja reden wie man will. Manchmal klappt es ganz hervorragend und man ist begeistert, manchmal aber rauft man sich auch die Haare.

    Ich persönlich meine folgende Dinge liegen oftmals den meisten Problemen zu Grunde:
    1. Die (Inter-)Aktionen zwischen Helfern und zum Beispiel beim Abtransport von Maissilo sind meines erachtens zu optimistisch gewählt. Man hat versucht, dass es hier wie am Zahnrädchen läuft und alles "flüssig". Leider sind die Helfer dann manchmal zu hektisch und überhastet und interpretieren den Spieler falsch.

      Beim Abfahren von Mais mit 2 Helfern und man selbst im Tucano. Helfer 1 fährt nebenher. Bei 90% fährt er weiter nach außen, damit Helfer 2 dazwischen kann. Aber Helfer 2 ist so hektisch und schnell, dass er Helfer 1 rammt, der voll beladen nicht gut beschleunigen kann. Warum Kann Helfer 2 nicht einfach noch 5s warten bevor er loslegt?

      Ist Helfer 1 bei 100%, dann fährt Helfer 2 auch sofort los und plötzlich wollen beide wenden. Zur Vermeidung von Frust wäre es doch vielleicht einfacher man sagt, dass Helfer 1 erst fertig macht bis 100% und Helfer 2 einfach 5s wartet bevor er sich eingliedert.

      Zur Not sollen die Helfer am Feldrand auch erst losfahren, wenn der andere Helfer bereits 80-90% geladen hat. Dann muss der Spieler ggf kurz warten, aber wenigstens verknotet sich nicht alles.

      Auch kann eine solche Wartezeit der KI helfen den menschlichen Spieler besser zu verstehen. Wenn ich meine Fahrtrichtung ändere, dann mache ich das nicht so wie es die KI macht. Wenn man mir aber einige Sekunden Zeit gibt "fertig zu wenden" und erst dann die KI die Pfadberechnung durchführt, dann kommt vielleicht auch öfter das bessere Ergebnis raus.




    2. Die KI kann keine Rückwärtsfahrt. Kann man es nicht einbauen, wenn die KI erkennt, ob im (halben/doppelten) Wenderadius (den jeder Traktor definiert hat) ein Hindernis ist, diesen Weg eben nicht fährt? Wenn ein Traktor also losfährt und erkennt, dass er bei einem Blickwinkel von beispielsweise 60° in Fahrtrichtung ein Hindernis ist, dann fährt er dort nicht weiter. Stattdessen fährt er einige wenige Meter rückwärts. Die Rückwärtsfahrt macht er entweder entgegengesetzt der Lenkrichtung die er vorher hatte oder wenn keinen Lenkeinschlag hatte dann eben mit einem zufälligen Lenkeinschlag. Und danach erneut vorwärts mit neuer Pfadberechnung zum Ziel.

      Wenn ich meinen Staubsaugerroboter anschaue, dann macht er das quasi nicht viel anders. Erfährt, bis er andotzt und dann ändert er nach einem zufälligen Muster seine Fahrtrichtung bis er wieder irgendwo andotzt. Dann geht das Spiel von vorne los. Er fährt sich eigentlich nie fest und wenn doch, dann probiert er es eine Weile und kann dann immer noch aufgeben und stehen bleiben. Im Spiel könnte man das ja auch einbauen, dass er dieses Manöver vielleicht 5x probiert, wenn es nicht klappt, dann bleibt er stehen und wartet auf Benutzereingriff, behält aber seine Aufgabe (Task).




    3. Die Fahrer haben alle keine Intelligenz um bei einer Kollision wieder frei zu kommen. Sie fahren einfach stumpf weiter. Kann man nicht eine Logik einbauen, sobald Fahrzeuge für z.B. 5s nicht voran kommen, dass dann beide/alle (nicht vorwärts kommenden) Fahrzeuge die Fahrt kurz einstellen und dann jedes Fahrzeug nach einer zufälligen Zeitspanne zwischen 1s - 8s versucht einen neuen Weg zu berechnen oder rückwärts zu fahren?

      Wenn ich an die Netzwerktechnik bei HUBs denke, CSMA/CD, dann haben früher alle PCs auf einem HUB kommuniziert bis keiner mehr etwas verstanden hat. Dann waren alle PCs ruhig und haben eine zufällige Zeit gewartet und irgendeiner hat dann wieder zuerst angefangen zu reden. Kam es erneut zu Kollisionen, dann wurde die Wartezeit eben verdoppelt und erneut gewartet. Irgendwann waren die Pausen groß genug, dass gesprochen werden konnte. Das muss man doch irgendwie adaptieren können ;)







    4. Wenn Helfer vom Jaguar/Tucano wegfahren, dann machen Sie das manchmal nach einem mit nicht verständlichen Verhalten und zwar drehen sie nicht zum Feldrand ab sondern in die Fahrspur wo der Jaguar steht oder der andere Helfer. Wenn man beginnt zu häckseln, dann fährt der Helfer hinter dem Jaguar her. Ist er voll, muss die Entscheidung kommen. "Wo ist der kürzeste Weg zum Feldrand" und in diese Richtung wird abgedreht. Fährt der Helfer (rechts) neben dem Jaguar, dann ist die Entscheidung quasi schon gefallen, denn dann wurde rechts vom Jaguar schon geerntet und entweder ist dort in den meisten Fällen der Feldrand oder weitere freie Fahrspuren. Eigentlich kein Grund nach links in die Fahrspur des zweiten Helfers rein zu fahren.


    Ihr seht, ich bin alles andere als ein KI Spezialist, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass das Spiel ohne eine Art der Kollisionserkennung und Entschärfung der zeitlich aufeinander folgenden Abläufe eine für Spieler angenehme KI bereitstellen kann. Vielleicht bin ich auch absolut auf dem Holzweg uns so entwickelt man keine KI, dann lasst es mich wissen.

    Die KI kann gerne CPU kosten, für jeden Helfer unabhängig, CPU Kerne habe ich genug die das übernehmen können ;)


    Grüße
    Nachtfalke
  • Hallo,

    habe eben einen dirty workaround gesehen, der bereits im Spiel implementiert ist. Mein "Autopilot" im MB trac ist beim abbiegen an einem KI PKW hängen geblieben und es ging nicht weiter. Das Spiel hat nun einige Zeit verstreichen lassen und hat dann den PKW aufgelöst, so dass mein Autopilot weiter fahren konnte.

    Für das Thema "Verkeilen" oder "Kollissionserkennung" wenn ein Fahrzeug irgendwo in der Garage vor einer Wand steht, kann man diese Fahrzeuge nicht so wie den PKW nach einer gewissen Zeit in den "Ghost Modus" versetzen? Die Bäume und Laternen und Sträucher haben doch auch noch nicht alle eine Kollission, wieso dann den verkeilten Fahrzeugen nicht nach 20s Stillstand die Killission weg nehmen, so das sie "durch sich durch" fahren können und dann nach weiteren 20s bekommen sie ihre Kollission wieder.

    Das sieht sicherlich manchmal blöd aus, ist auch nicht realistisch, aber könnte in manchen Fällen Frust vermeiden, wenn ein Helfer wieder irgendwo am Ende der Karte klemmt und man gerade woanders beschäftigt ist.

    Ist natürlich nur ein temporärer Workaround, bis die Kollissionserkennung der KI besser ist und diese "Ausweichmanöver" gelernt hat.


    Grüße
    Nachtfalke